Gesamtbanksteuerung

Barwertsteuerung vs GuV-Steuerung

 

Das Barwertkonzept und die Gewinn- und Verlustrechnung können in einzelnen Perioden gegensätzliche Steuerungsimpulse liefern. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die GuV nur eine einzige, vergangene Periode betrachtet. Der Barwert hingegen schaut in die völlig entgegengesetzte Richtung. Dort werden nur künftige Cash Flows über einen Zeitraum von 10-30 Jahren berücksichtigt.

Neben der entgegengesetzten Sichtweisen werden auch unterschiedliche Prämissen wirksam: z.B. enthält die GuV auch Einzelwertberichtigungen, wohingegen im Barwertkonzept sichere Cash Flows (gute Bonität) oder CashFlows auf Basis von Ablauffiktionen unterstellt werden. Die EXCEL-Tabelle simuliert eine Bank mit nur 2 Geschäften: ein 3-jähriger Kredit wird durch ein 1-jähriges Termingeld refinanziert
(Aktiv lang, Passiv kurz).

Unterschiedliche Zinsstrukturszenarien und Margen können simuliert werden. In den einzelnen Teilperioden werden die gegensätzlichen Steuerungsimpulse (z.B. sinkender GuV-Ertrag und gleichzeitig steigender Barwert) sichtbar. Diese resultieren aus der unterschiedlichen Blickrichtung (und dem Umfang der betrachteten Perioden) beider Konzepte. 

 

Screenshot Barwertsteuerung vs GuV-Steuerung | Vergrößern durch klicken